DenkmalDebatten
© Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Heidi Bader (Brache nach Abbruch des Palastes der Republik, Berlin)

Bauwerke, um die man stritt und noch immer streitet

Denkmale – kontrovers diskutiert

Der Kölner Dom oder das Heidelberger Schloss sind Denkmale, über die im 19. und frühen 20. Jahrhundert überaus kontrovers diskutiert wurde. Die Grundsätze, die in diesen Debatten zu Fragen der Restaurierung, des Weiterbaus und der Rekonstruktion von Denkmalen erarbeitet wurden, gehören bis heute zum Selbstverständnis des Fachs. Gegenwärtig bieten andere Denkmale - und andere, neue Fragestellungen - Anlass zur Diskussion über den zeitgemäßen Umgang mit der historischen Substanz. 

  • Reproduktion einer historischen Postkarte: Deutsche Stiftung Denkmalschutz

    Konservieren, nicht restaurieren

    Das Heidelberger Schloss

    Die Debatte um den Umgang mit der Ruine des Ottheinrichbaus des Heidelberger Schlosses, in den Jahren um 1900 mit Vehemenz ausgetragen, ist unter dem Schlagwort "Konservieren, nicht restaurieren" in die Geschichte der Denkmalpflege eingegangen.

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  • gemeinfreies Foto, Quelle: http://commons.wikimedia.org

    Rekonstruktion als Stadtreparatur

    Der Marktplatz in Hildesheim

    Das kriegszerstörte Knochenhaueramtshaus sorgte in Hildesheim für jahrzehntelange Diskussionen um Substanz oder Symbolwert eines Denkmals. Die Entscheidung der 1960er Jahre für einen modernen Wiederaufbau wurde 20 Jahre später zugunsten einer Rekonstruktion des Fachwerkbaus revidiert.

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  • © Holger Strotmann

    Denkmaleigenschaft auf dem Prüfstand

    Das Metropoltheater in Bonn

    Um den Kinopalast aus der Glanzzeit des deutschen Films ist ein juristischer Streit entbrannt. Umbaugenehmigungen der Denkmalbehörden ermöglichten es, die kulturelle Nutzung des Theaterbaus wirtschaftlich fortzusetzen. Ist das Metropol seitdem kein Denkmal mehr? Ein Fall von großer Bedeutung für die Praxis der Denkmalpflege.

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  • © Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Roland Rossner

    Denkmale der Moderne

    Die Meisterhäuser in Dessau

    Einem verbreiteten Vorurteil zufolge sind die Bauten der Moderne auf ein makelloses Erscheinungsbild angewiesen. Sind sie unfähig zu altern? Erfordern sie Erneuerungen über das sonst übliche Maß hinaus? In Dessau konnte man en detail das Gegenteil beweisen – und erlag en gros doch den Lockungen der Rekonstruktion.

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  • © Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Roland Rossner

    Der (ungeliebte?) Geist der jungen Republik

    Die Beethovenhalle Bonn

    Das Konzert- und Festhaus aus den 1950er Jahren, einer der wichtigsten Kulturbauten der jungen Bundesrepublik, prägt die Silhouette der ehemaligen Hauptstadt Bonn. Seit 1990 steht die Beethovenhalle unter Denkmalschutz, trotzdem drohte ihr der Abriss – wie vielen Bauten der deutschen Nachkriegsmoderne.

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  • © Bundesarchiv, B 145 Bild-F088849-0003 / Thurn, Joachim F. / CC-BY-SA

    Denkmalwert oder Denkmalsturz

    Der Palast der Republik in Berlin

    Nach der Vereinigung Deutschlands 1990 wurde der Palast der Republik zum Stein des Anstoßes im Prozess des Umbaus Berlins zur neuen Hauptstadt. Der Repräsentationsbau der DDR sollte einem vermeintlich historischen Stadtbild weichen. Seine Denkmalqualitäten spielten in dem Streit letztlich keine Rolle.

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  • Die Garten-Hochzeit war kurz

    Historische Gärten und Rekonstruktion

    Der Erhalt der historischen Substanz eines Gartendenkmals ist herausgefordert durch den Wandel der lebendigen Pflanzen. Doch wie in der Baudenkmalpflege ermöglicht er auch hier, im historischen Material Zeitschichten erkennbar zu machen – im Gegensatz zu einer auf Bildwirkung zielenden Rekonstruktion.

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  • © Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Katja Hoffmann

    Handel im historischen Stadtkern

    Einkaufszentren

    Einkaufszentren dringen in die historische Mitte der Stadt vor. Mit ihrer schieren Dimension stören sie dort gewachsene bauliche Strukturen und fordern Abbrüche von Denkmalen. Nicht selten werden den großflächigen Komplexen Denkmalreste als kaschierende Fassade vorgestellt – so auch im Fall der Stadtgalerie Hameln.

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  • © Denkmalschutzamt Hamburg

    Klima schützen – Denkmale erhalten

    Energetische Sanierung

    Zunehmend werden Denkmale mit dem Ziel saniert, CO2-Ausstoß und Heizkosten zu senken. Die dabei übliche Fassadendämmung, besonders mit Wärmedämmverbund-Systemen, hat negative Folgen für Erscheinungsbild und Substanz. Inwieweit sind Denkmal- und Umweltschutz miteinander vereinbar?

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  • © Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Roland Rossner

    Wem gehört die Geschichte?

    Transkulturelles Erbe

    In unserer zunehmend pluralisierten Gesellschaft sieht sich die Denkmalpflege gegenwärtig mit der Frage konfrontiert, wessen Geschichte das baukulturelle Erbe eigentlich widerspiegelt und wessen Spuren aus welchen Gründen unberücksichtigt bleiben. Betrachtungen über den Horizont der eigenen Kultur hinaus gewinnen an Bedeutung.

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  • Wikimedia commons, ohne copyright

    Unsere Besten

    Klassifizierung in der Denkmalpflege

    Die deutschen Gesetze unterscheiden Denkmale von Nicht-Denkmalen, eine Rangordnung der Schutzgegenstände hingegen kennen sie nicht – ganz im Gegensatz zu den Bestimmungen in England, Frankreich oder Österreich. Aber sind auch in der Praxis alle Denkmale gleich?

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